Auf einen Blick

  • Drei Brennstoffe – Stückholz von Hand, Pellets und Schnitzel vollautomatisch
  • Erneuerbar heizen – erfüllt im Kanton St.Gallen die Anforderung beim Heizungsersatz
  • Clever kombiniert – mit Solarwärme steht der Kessel im Sommer still
  • Förderung – automatische Anlagen über 70 kW erhalten CHF 468 je kWth, befristet bis Ende 2026

Wann Holz die bessere Wahl ist

In diesen fünf Situationen spielt eine Holzheizung ihre Stärken aus:

  • Hohe Vorlauftemperatur

    Braucht Ihr Haus auch nach Optimierung deutlich mehr als 50 °C, liefert Holz die Wärme ohne Effizienzverlust.
  • Kein Platz für ein Aussengerät

    In engen Lagen oder wo der Lärmschutz nicht erfüllt werden kann.
  • Eigenes Holz

    Landwirtschaftsbetriebe und Liegenschaften mit eigenem Wald haben den Brennstoff schon.
  • Denkmalschutz

    Wo an Fassade und Umgebung nichts verändert werden darf, bleibt die Heizung unsichtbar im Haus.
  • Mehrere Gebäude

    Für Nahwärmeverbünde, Werkhöfe und Schulanlagen mit grossem Wärmebedarf.

Trifft nichts davon zu, ist die Wärmepumpe meist einfacher im Betrieb. Wir stellen Ihnen beide Varianten gegenüber.

Stückholz, Pellets oder Schnitzel?

Der Brennstoff bestimmt, wie viel Platz Sie brauchen und wie viel Sie selbst tun müssen:

BrennstoffTypischer EinsatzBeschickungPlatzbedarfBemerkung
StückholzEin- und Zweifamilienhäuser, Bauernhäuser mit eigenem Holzmanuell, in der Heizperiode ein- bis mehrmals täglichgedecktes, belüftetes Holzlager; grosser Pufferspeicher zwingendtiefste Brennstoffkosten bei Eigenversorgung, höchster Betriebsaufwand
PelletsEin- und Mehrfamilienhäuser, kleinere Gewerbebautenvollautomatisch aus Sacksilo oder LagerraumLagerraum oder Silo mit EinblasstutzenKomfort nahe an einer Ölheizung; braucht befahrbare Zufahrt
HolzschnitzelGewerbe, Landwirtschaft, Werkhöfe, Schulanlagen, Nahwärmeverbündevollautomatisch über Austragung aus dem Bunkergrösster Platzbedarf; Bunker mit Befüllöffnung und Austragungtiefe Brennstoffkosten bei regionaler Beschaffung, ab mittlerer Leistung wirtschaftlich

Unsere Holzfeuerungen

Hackschnitzel, Stückholz oder Pellets – der Brennstoff entscheidet über Lagerraum, Beschickung und Betriebsaufwand.

  • Holz

    Hackschnitzel-Anlagen

    Das im Wald geschlagene Energieholz wird direkt vor Ort zu Holzschnitzeln verarbeitet und anschliessend, unter Umständen nach einer Zwischenlagerung, zum Verbraucher transportiert. Der Heizkessel wird von Hand beschickt. Da die Leistung nicht fein reguliert werden kann, ist ein thermischer Speicher nötig. Die Fürer AG hat für das Exerzizienhaus und Kurhaus Marienburg in St. Pelagiberg eine Schnitzelheizung projektiert und gebaut.

  • Holz

    Stückholz-Anlagen

    Stückholz ist in Form von Rugeln und Spälten in Längen von meistens ca. 50 cm beim örtlichen Forstbetrieb, bei Landwirten oder Forstunternehmungen erhältlich. Genügend Raum für die Lagerung des Sückholz ist wichtig. Dies setz eine enge Beziehung zu Wald und Holz voraus. Der Heizkessel wird von Hand beschickt. Da die Leistung nicht fein reguliert werden kann, ist ein thermischer Speicher nötig. Die Fürer AG hat den Forstwerkhof Withen im Rorschacherberg mit einem Stückholzkessel ausgerüstet.

  • Holz

    Pellets-Anlagen

    Die kleinen, zylinderförmigen Holzpellets werden aus Sägemehl und Hobelspäne unter hohem Druck gepresst. Pellets-Anlagen können bereits ab tiefen Leistungen eingesetzt werden. Die Leistung kann in der Regel moduliert werden, so dass ein bei entsprechender Wartung ein vollautomatischer Betrieb möglich ist.

Platz, Betrieb und saubere Verbrennung

Damit Ihre Holzheizung komfortabel und sauber läuft, planen wir alles rund um den Kessel mit.

  • Platz

    Kessel, Pufferspeicher, Lager und Zufahrt brauchen Raum. Der frei werdende Öltankraum lässt sich oft als Pelletlager nutzen.
  • Wenig Aufwand

    Pellet- und Schnitzelanlagen laufen automatisch – Sie bestellen den Brennstoff und leeren gelegentlich die Asche. Stückholz legen Sie in der Heizperiode täglich nach.
  • Saubere Verbrennung

    Ein richtig bemessener Kessel mit Pufferspeicher und trockenes Holz halten die Feinstaubwerte tief. Mit Solarwärme ruht der Kessel im Sommer ganz.

Holzheizungen für Gewerbe und Gemeinden

Für Werkhöfe, Schulanlagen und Gewerbebetriebe ist Holz oft die naheliegende Wahl: Der Brennstoff kommt aus der Region, und mehrere Gebäude lassen sich über einen Nahwärmeverbund versorgen. Wir planen Bunker, Zufahrt für die Anlieferung und die Einbindung der Gebäude – bei Sanierungen etappiert, damit die Wärmeversorgung gesichert bleibt.

Automatische Anlagen über 70 kW erhalten bis Ende 2026 einen erhöhten Förderbeitrag. Weil öffentliche Auftraggeber für Beschluss und Ausschreibung Vorlauf brauchen, lohnt es sich, jetzt zu planen. Die aktuellen Beträge stehen unter Zahlen und Förderung.

Mehr dazu im Ratgeber

Ihre Ansprechperson

  • Andreas Stätter, Ansprechpartner Planung, Energieberatung, Solar, Photovoltaik und Holzfeuerung; Projektleiter HLKKS bei der Fürer AG

    Andreas Stätter

    Ansprechpartner Planung, Energieberatung, Solar, Photovoltaik und Holzfeuerung; Projektleiter HLKKS

    Projektleiter HLKKS
    Zimmerer, dipl. Ing. (FH) Gebäudetechnik und -klimatik

    Nachricht senden 071 858 20 10

Häufige Fragen

Ja. Eine Holzfeuerung als Hauptheizung ist eine der elf Standardlösungen im Kanton St.Gallen und erfüllt damit die Anforderung beim Heizungsersatz. Den Energienachweis erstellen wir mit Ihnen, die Gemeinde genehmigt ihn vor Baubeginn.

Das hängt von Ihrem Wärmebedarf und davon ab, wie oft Sie beliefert werden möchten – wir berechnen es in der Planung. Oft lässt sich der frei werdende Öltankraum als Pelletlager nutzen. Wichtig sind ein Einblasstutzen und eine Zufahrt für den Lieferwagen.

Pellet- und Schnitzelanlagen arbeiten vollautomatisch – Sie bestellen den Brennstoff und leeren gelegentlich die Asche. Eine Stückholzfeuerung beschicken Sie in der Heizperiode täglich von Hand. Reinigung und Kontrolle übernehmen wir bei der Wartung.

Sehr sauber, wenn sie richtig geplant ist: Ein passend bemessener Kessel mit Pufferspeicher läuft im optimalen Bereich und stösst deutlich weniger Feinstaub aus als eine überdimensionierte Anlage. Wichtig ist trockenes Holz.

Ja, das lohnt sich: Sonnenkollektoren bereiten im Sommer das Warmwasser, der Kessel ruht. Das spart Brennstoff und schont die Anlage. Wir planen Speicher und Anschlüsse gemeinsam.

Automatische Holzfeuerungen über 70 kW erhalten im Kanton St.Gallen mit dem befristeten Zuschlag CHF 468 je kWth. Für kleinere Anlagen klären wir den Beitrag für Ihr Projekt ab. Das Gesuch muss vor Baubeginn eingereicht sein.

Ihr Vorhaben in guten Händen

Holz oder Wärmepumpe? Wir schauen uns Wärmeabgabe, Platz und Brennstoffversorgung bei Ihnen an und stellen beide Varianten mit ihren Betriebskosten nebeneinander. Telefon 071 858 20 10.

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